Wichtige Info´s

Auf dieser Info Seite habe ich viele mir wichtige Artikel eingestellt!

Mit dem Kauf eines Tieres, in unserem Fall einen Hund, haben wir Verantwortung für ein Lebewesen übernommen und das sollten wir nicht leichtfertig Handhaben, sondern uns immer wieder weiter Informieren, um unsere Hunde möglichst ein Artgerechtes, Gesundes und Glückliches Leben zu ermöglichen :-) Darum werde ich immer wieder mir wichtige Artikel hier unterbringen und hoffe auch allen Lesern und Ihren Hunden damit neue Tipps und Anregungen zu vermitteln :-)

 

Warum RED-SOX-AUSSIES!

Mein Aussie wurde nun mal BOSTON genannt, von seiner Züchterin Silvia Heitmann,

erst fand ich den Namen nicht so prickelnd aber mein Mann war sofort Feuer und Flamme!

Also warum nicht, ein kleiner Hund mit einem großen Namen :-)

BOSTON

Hauptstadt von Massachusetts

Harvard University

Symphony Hall/Orchestra

Kardinalstradition

und natürlich SPORT:

BASEBALL

unter anderem der bekannte Verein die RED-SOX

Baseball ein Mannschafts und Individualspiel, d.h. hier wird mit der Mannschaft gespielt aber z.B. der Pitcher(Werfer) sowie der Batten(Schlagmann) kann von der Mannschaft nicht beeinflusst werden. Baseball ist ein tolles und schnelles Spiel, ich bin ein großer Fan davon und sehe mir gerne so ein Spiel an!

Nun die Parallelen zum Aussie b.z.w. zu meinem HP-Namen:

Der Aussie arbeitet gerne mit  seiner Manschaft aber er ist auch in der Lage selbst zu Denken und zu Handeln! ( Was ja die Rasse so faszinierend macht!)Er ist schnell und stark!

Baseball sowie der Australian Shepherd, beide sind typisch Amerikanisch :-)

Und die Red Sox habe ich mir als Namensgeber ausgesucht, da recht viele RED´S in BOSTON`S Verwandschaft vorkommen, die Farbe Red dominiert und weil BOSTON als Welpe eine vorliebe für Socken hatte!

Also ich finde, irgendwie passt das doch alles zusammen ;-)

Der mündige Welpenkäufer!!!!

Die Verantwortung des Hunde-Käufers

Sie suchen einen Australian Shepherd ? Als vierbeinigen Partner für den Alltag? Als Sportkollegen ? Unabhängig davon, was Ihre Beweggründe für die Anschaffung sind – sicherlich werden Sie einen Hund haben wollen, der gesund, vital, anpassungs- und leistungsfähig ist und ein angenehmer Begleiter des Menschen.

Die Chance, einen solchen Hund zu bekommen, ist umso höher, wenn Sie sich umfassend über die Rasse und die Zuchtbestimmungen informiert haben und mit diesem Wissen Ausschau nach Züchter und Welpen halten.

Denn als Welpenkäufer nehmen auch Sie durch den gezielten Kauf Einfluss und haben einen Teil der Verantwortung für die Rassehundezucht! Die Art und Umfang der Nachfrage bestimmt - wie so oft - die Art des Angebotes.

 

 

 

 

Wunschhund Australian Shepherd

Seit dem Einzug der Rassehundezucht bestimmt der Mensch und nicht die Natur, welcher Hund sich mit welchem paaren darf.

Das Augenmerk in der Hundezucht liegt häufig nicht primär auf überlebensnotwendigen Auswahlkriterien wie Gesundheit, Widerstandsfähigkeit, Instinktsicherheit, geistige und körperliche Leistungsfähigkeit, Fruchtbarkeit, Anpassungsfähigkeit und Langlebigkeit, sondern in besonderem Maße auf Äußerlichkeiten.

Wer auf der Suche nach einem Australian Shepherd ist, sollte sich daher zunächst folgende Frage stellen: Was ist mir wichtiger? Das Aussehen des Hundes oder seine Gesundheit und sein gutes Wesen?

. . .

Unabhängig davon, aus welchen Gründen ein Australian Shepherd erworben und wie er verwendet wird, sollte er im Alltag ein angenehmer Begleiter des Menschen sein.

 

Was nutzt es einem, dass der Hund zwar schön ist, aber ansonsten nervös oder aggressiv, oder dass er beispielsweise Angst vor unbekannten Situation und Geräuschen wie Gewitter, Feuerwerk usw. hat?

Wird in der Hundezucht einseitig auf äußere Merkmale eines Hundes Wert gelegt, so unterliegen seine "inneren Qualitäten" wie z.B. Leistungs- und Wesensfestigkeit einem genetischen Drift: sie sind dem Zufall überlassen.

. . .

Einen "wesenssicheren" Hund um sich zu haben, der souverän, selbst- und instinktsicher mit verschiedenen Situationen umgehen kann, sollte keine Glücks- oder Zufallssache sein. Sie erfordert vom Welpenkäufer die Beantwortung der Frage, was ihm wichtig ist, die gründliche Information vor dem Kauf und die entsprechende Wahl des Züchters, bzw. Zuchtvereins.

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In den Zuchtvereinen, in denen Australian Shepherd gezüchtet werden und die dem VDH angeschlossen sind, werden nur diejenigen Hunde zur Zucht zugelassen, die neben äußeren Merkmalen und Gesundheitsaspekten auch Leistungsansprüchen genügen.

Die Kaufentscheidung und ihre Folgen

Mit seiner Kaufentscheidung trifft der Hundefreund mehr als nur die persönliche Wahl, mit welchem Vierbeiner er sein Leben zukünftig teilt.

Durch den Kauf eines Welpen unterstützt der Käufer den Züchter oder den Verein. Er bestimmt mit seiner Art der Nachfrage, welchen züchterischen Anforderungen Rassehunde unterliegen. 

Wer sich einen Australian Shepherd zulegen möchte, denkt vielleicht: 

"Ich will ja nicht züchten, daher sind mir Papiere egal..." oder "Ich will mit meinem Australian Shepherd ja nicht zum Hüten oder auf Tuniere, deshalb möchte ich einen Aussie haben, der möglichst  wenig Trieb hat …"

. . .

Derjenige fühlt sich demzufolge möglicherweise von folgenden oder ähnlichen Aussagen angesprochen: 

"… wir sind eine Hobbyzucht und züchten kinder- und familienfreundliche (***Erläuterung hierzu siehe unten) Australian Shepherds ausschließlich für den Liebhaber" ……..

. . .

Wer unter derlei Voraussetzungen einen Australian Shepherd Welpen kauft, der unterstützt möglicherweise diejenigen Züchter, die "einfach mal so", d.h. ohne besonderen Anspruch zwei Hunde der gleichen Rasse verpaart haben oder die unter dem Patronat eines Vereines lediglich minimale Zuchtvoraussetzungen erfüllen müssen.

Der Käufer erwirbt bei diesen Bedingungen unter ungünstigen Umständen einen Welpen, der alle äußeren Merkmale der Rasse besitzt, bei dem aber der genetische Zufall bestimmt, welche Veranlagung seines Verhaltens er von seinen Eltern vererbt bekommen hat. Der Hund kann entgegen aller Erwartung ein nicht in den Griff zu bekommender Jäger werden, der gern alles hetzt, was sich bewegt und ebenso kann er sich zu einem aggressiven Hund entwickeln oder andere Verhaltensmuster aufweisen, die untypisch für die Rasse sind.

Damit Australian Shepherds die typischen Eigenschaften der Rasse besitzen, für die sie bekannt sind, bedarf es zweierlei:

Des Züchters, der  seine Zuchttiere nicht nur auf Gesundheits- und Formwertmerkmale sondern auch auf Leistungsvermögen und Wesensfestigkeit selektiert, um die Rasse so zu erhalten, wie sie im Rassestandard der FCI beschrieben ist und des Welpenkäufers, der diesen Aufwand unterstützt und honorie

 

(*)Anmerkung: "Kinder- oder Familienfreundlichkeit" ist keine angeborene Eigenschaft eines Hundes, sondern wird durch die Umwelt  geprägt. Diese Eigenschaft kann demzufolge nicht vererbt und vom Züchter garantiert werden. Die Grundlage für ein derartiges Verhalten ist vielmehr das Wesen eines Hundes, das darüber entscheidet, ob der Hund Aggressionspotential gegenüber Menschen oder anderen Tieren besitzt.

 Text mit freundlicher Genehmigung von Med. vet. L. Vida ( abgeändert auf den Aussie von mir)

 www.springfields-gordon-setter.de

Sehr Wichtiger und Intressanter Artikel!!!!

Der Nachfolgende Text ist aus Catherine O´Driscoll´s

neuem Buch " Canine Health Census Vaccine Survey"

Kapitel 11 entnommen:

Zwischenresultate

Februar 1997

Die aufkommende Debatte zwischen Steve Dean und Catherine O´Driscoll und anderen in der "Hundewelt" (U.K) brachte die CHC zu der Entscheidung seine Gelder für seine Repräsentativen Sprecher zu verwenden. Ich (Catherine O´Driscoll) betrieb die Recherche und schrieb mein Buch "Who killed the Darling Buds of May" vor etwas über 2 Jahren und war zu diesem Zeitpunkt sicher das wir einige signifikante Informationen Aufdecken könnten wenn wir eine Studie über Vakzine durchführen würden. Wir wussten um den Fakt das Impfstoffe Nebenwirkungen haben - die wurde uns sogar von den Impfstoffherstellern bestätigt. Was wir nicht wussten war, wie häufig kommen diese Nebenwirkungen in der Praxis vor. Wir hatten viele Nachweise von Besitzern deren Hunde erkrankten oder die kurz nach der Impfung verstarben, aber nur wenige dieser Vorfälle wurden an das "Veterinary Directorate" weitergeleitet. Mehr noch, wenige Tierärzte oder Hersteller werden akzeptieren das eine Chronische Erkrankung durch eine Impfung ausgelöst wurde, es sei denn sie entwickelte sich sofort oder innerhalb von Stunden/Tagen nach der Impfung. Der Homöopathische Tierarzt Christopher Day auf der anderen Seite, nimmt an das etwa 80% der Erkrankungen die er zu behandeln hat Impf abhängig sind, und innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung ihren Anfang nehmen. Chris ist ein Spezialist , der in der Regel die Fälle vorgestellt bekommt in denen Niemand mehr weiter weis, also ist seine geschätzte 80% Rate mit Sicherheit nicht zu hoch gegriffen sondern dürfte eher von der Praxis noch überholt werden. Die gab den Ausschlag das ich meinem Ehemann John zustimmte das wir Christopher´s Hypothese einer Wissenschaftlichen Überprüfung unterziehen sollten. Wenn wir falsch lagen wären

nicht nur 2 Jahre Arbeit (an meinem Buch) den Bach runter, nein mein ganzes Weltbild wäre erschüttert. So gesehen war es mehr als wichtig herauszufinden ob unsere Informationen vertrauenswürdig und akkurat waren. Um dies zu berücksichtigen machten wir unsere Ergebnisse einem unabhängigem Gremium zugänglich. Die CHC Impfstudie begann im Oktober 1996, ein Fragebogen wurde unter Mithilfe von Christopher Day, Jean Dodds DVM, and Dr Viera Scheibner erstellt. Über 30,000 Leser von "Dog World Magazine" wurden gebeten den abgedruckten Fragebogen ausgefüllt an uns zu senden, zusätzlich wurden alle Mitglieder des Canine Health Census Gebeten diesen Fragebogen auszufüllen, viele davon waren so freundlich ihn auch unter ihren Freunden, Verwandten und Nachbarn zirkulieren zu lassen. Zum Zeitpunkt der Publikation, haben wir 607 ausgefüllte Formulare erhalten, von insgesamt 370 Hundebesitzern und circa 2700 Hunden . Basierend auf diesen Daten erzielten wir unserer ersten vorläufigen Ergebnisse die, die schlimmsten Befürchtungen bestätigen die in meinem Buch ausgedrückt wurden. In der tat untermauern die Ergebnisse wissenschaftlich den Zusammenhang zwischen Impfung und dem Beginn einer Reihe spezifischer Erkrankungen.


Ergebnisse:

Die nachfolgenden vorläufigen Ergebnisse sind nach allen Statistischen regeln überprüft und sind nach mathematischen Regeln zu 99% oder mehr korrekt. Dies bedeutet wie an anderer Stelle erwähnt eine Abweichung von weniger 2, 56 als z Alpha. In mathematischen Worten , eine Alpha Anzahl von 4 bedeutet das die Möglichkeit für ein falsches Test Ergebnis bei unter einem von 33.000 liegt. In den meisten fällen liegen die Daten über die wir verfügen weit unter 4, was sie zu einer brauchbaren Quelle für alle praktischen Zwecke macht. Zur Erhebung der Daten für unsere Studie erbaten wir von allen Teilnehmern die detaillierten Daten ihrer Hunde , die Auflistung ihrer Erkrankungen und innerhalb welchen Zeitraumes nach der Impfung diese Erkrankungen auftraten. Unser Hauptinteresse lag darin festzustellen ob es einen bestimmten Zeitrahmen der im Zusammenhang zur Impfung steht und dem erscheinen der Erkrankungssymptome gibt. Dies gäbe uns die Möglichkeit festzustellen welche Erkrankung von denen die innerhalb von 3 Monaten nach den Impfungen auftrat mit der Impfung im Zusammenhang steht. Die Theorie war folgende, wenn Impfungen keine signifikanten Nebenwirkungen haben, dann müssten die Erkrankungen nahezu gleichmäßig auf die der Impfung folgenden 12 Monate verteilt sein. In der Tat ergaben unsere Daten jedoch eine merkliche Häufung der Erkrankungen innerhalb von 3 Monaten nach erfolgter Impfung. Für Tollwut, Lupus und Lyme Disease wurden keine Daten erhoben. Einige Erkrankungen die nach einer Phase von ca. 9 Monaten nach der Impfung erstmals in Erscheinung traten fanden dennoch Eingang in unsere Studie. Diese Erkrankungen sind Arthritis, Herzerkrankungen, und CDRM. Wir fragten uns warum dieser Erkrankungen gerade 9 Monate nach der Impfung so häufig eine Manifestation zeigen. Dies erzeugt in der Tat den Eindruck das es bei diesen Erkrankungen länger dauert bis sich äußerlich wahrnehmbare Symptome zeigen, und das deren korrekte Diagnosenstellung oftmals längere Zeit in Anspruch nimmt. Wenn die Impfungen in keinem Zusammenhang dazu stehen würden, müsste das Auftreten auch dieser Erkrankungen relativ gleichmäßig über den gesamten 12 Monatszeitraum nach der Impfung verteilt sein. In der ,der tat in einem Artikel, erschienen im "the Journal of Veterinary Internal Medicine, Vol 10, No 5, September/October 1966, Titel: 'Vaccine-Associated Immune-mediated HaemolyticAnaemia in the Dog' stellen die Autoren fest: "Da Vakzine und ihre Komponenten länger im Körper des Hundes verbleiben, können chemische Reaktionen dieser Komponenten länger auf den Körper einwirken als zum Beispiel die Komponenten anderer Medikamente die schneller abgebaut oder ausgeschieden werden. " Schon diese Feststellung allein legt die Annahme nahe das Vakzine noch lange nach ihrer Verabreichung Reaktionen auslösen können. Die Zwischenresultate unserer Studie ergeben auch das folgende Erkrankungen bis jetzt nicht in eine beweisbare Verbindung zu Impfungen gebracht werden können: Asthma, Leukämie, Pankreas Probleme, Schilddrüsenerkrankungen, auch wenn aus der Humanmedizinischen Forschung Ergebnisse vorliegen das diese Erkrankungen mit Impfungen in Zusammenhang gebracht werden können. Schildrüsenerkrankungen sind ohnehin sehr häufig bei Hunden, werden aber nur selten klinisch diagnostiziert und Erkrankungen wie Leukämie haben variierende Inkubationsphasen die unter anderem von dem gesamten Gesundheitszustand des Hundes abhängen mögen. Weitere Erhebung von Daten (mehr ausgefüllte Fragebogen) können hier vielleicht zu genaueren Feststellungen verhelfen. Insgesamt gesehen traten 55% aller der uns von unseren Teilnehmern mitgeteilten Erkrankungssymptome innerhalb von 3 Monaten nach dem Zeitpunkt der Impfung auf, wenn diese jedoch ohne Zusammenhang zur Impfung aufgetreten wären, dürfte die Erkrankungsrate statistisch gesehen innerhalb dieser 3 Monate nur bei 25% liegen.


Arthritis

2,7 % aller an der Studie beteiligten Hunde litten unter Arthritis. Von diesen wurde in 71,8% aller Fälle die erste Diagnose innerhalb von 9 Monaten nach der Impfung gestellt. Bei Menschen ist der Zusammenhang von Impfung und Arthritis schon lange bewiesen. Das große Einsetzen der Arthritischen Symptome nach ca. 9 Monaten nach der Impfung ist damit zu erklären das Vakzinbedingte- Arthritis eine längere Inkubationsphase durchläuft und das auftreten physischer Symptome länger dauert.


Durchfallerkrankungen

Wenn Hunde unter Durchfallerkrankungen litten, traten 68% aller Fälle innerhalb der ersten 3 Monate nach der Impfung auf. 4,9 % aller an der Studie teilnehmenden Hunde hatten zu irgendeinem Zeitpunkt Durchfall. Dies könnte durch eine milde anaphylaktische Reaktion ausgelöst sein. Anaphylaktische Reaktionen können die ersten Anzeichen für eine darauf folgende Enzephalitis sein. Mein Buch erklärt wie häufig eine Enzephalitis (Hirnhautentzündung) auf Impfungen folgt ohne das äußerlich sichtbare Anzeichen festzustellen sind.


Allergien

Wenn Hunde Allergien hatten, traten 55,6 % davon innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung auf. Dies zeigt auf das Impfungen in der Tat den Organismus sensibilisieren.


Darmentzündungen

Wenn Hunde unter Darmentzündungen litten, traten 56,9% aller Fälle innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung auf. 2,7% der an der Studie teilnehmenden Hunde litten unter Darmentzündungen. Diese Ergebnis ist eventuell auch hilfreich für die Humanmedizin die noch um den Nachweis des Zusammenhanges zwischen Darmentzündungen und Impfungen bemüht ist.


Conjuktivitis (Bindehautentzündungen)

Wenn Hunde unter Bindehautentzündungen litten traten 56,9% aller Fälle innerhalb der ersten 3 Monate nach der Impfung auf, 2,5% der an der Studie teilnehmenden Hunde hatten dieses Problem. Nach Angaben des homöopathischen Tierarztes Richard Pitcairn verursacht die Impfung häufiger chronische Bindehautentzündungen als Staupe-bedingte Bindehautentzündungen auftreten.

Epilepsie

Wenn Hunde unter Epilepsie litten, trat sie in 65,5% aller fälle erstmalig innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung auf. 2,1% der an der Studie teilnehmenden Hunde litten unter Epilepsie. Epilepsie ist eine neurologischer Erkrankung , die wissenschaftlichen Belege in meinem Buch beweisen das Impfstoffe Hirnschäden auslösen können die wiederum zur Epilepsie führen können. (Dies steht im Zusammenhang mit Enzephalitis, welche selbst von den Impfstoffherstellern als mögliche Impffolge bestätigt wird.)


Appetitlosigkeit

Wenn Besitzer von Appetitlosigkeit ihrer Hunde berichten, trat diese zu 79,8% innerhalb der ersten 3 Monate der Impfung auf, 3,4% der an der Studie beteiligten Hunde litten zu irgendeinem Zeitpunkt unter Appetitlosigkeit.


Nasenfluss/Schnupfen

Wenn Hunde nasalen Ausfluss hatten, trat dieser zu 84,1% innerhalb der ersten 3 Monate nach der Impfung auf , 1,7% der Studienbeteiligten Hunde zeigten jemals Nasenfluss/Schnupfen.


Nervöse / ängstliche Wesenshaltung

Wenn Hunde nervöse/ängstliche Wesensveränderungen zeigten, traten 54,8% davon innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung erstmalig auf, 2,8% der teilnehmenden Hunde zeigten diese Verhaltensstörung.


Hautprobleme

Wenn Hunde Hautprobleme zeigten, traten 46,2% erstmalig innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung auf, 2,8% der Probanden wiesen dieses Problem auf. Dies erhärtet wiederum die Ansicht das Impfstoffe den Organismus sensibilisieren.


Erbrechen

Wenn Besitzer Erbrechen ihrer Hunde berichten, geschah dies zu 72,5% innerhalb der ersten 3 Monate nach der Impfung, 3% der Probanden-Hunde hatten zu irgendeinem Zeitpunkt erbrochen. Auch dies kann wiederum ein Anzeichen für eine anaphylaktische Reaktion sein, die Vorbote einer Enzephalitis sein kann. Dr. J.A. Morris, ein führender Experte für Infektionserkrankungen in den USA erklärt: "Wir hören nur von den Enzephalitisbedingten Todesfällen aber zwischen leichtem Fieber und dem eintreten des Todes liegt ein weites Spektrum an Symptomen, nur erhalten wir so gut wie nie Bericht von den milderen Verläufen."


Gewichtsverlust

Wenn Besitzer vom Gewichtsverlust ihrer Hunde berichteten, lag dieser zu 63,1% innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung, 2,5% der Hunde-Probanden hatten Gewicht verloren.


Verhaltensprobleme

Wenn Besitzer von Verhaltensproblemen ihrer Hunde berichteten , traten diese zu 55,4% erstmalig innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung auf. 2,5% der Hunde-Probanden zeigten Verhaltensprobleme. Dies wiederum unterstützt die Theorie von Dr. Harris L. Coulter , das menschliche Gewalttätigkeit, Asozialität, Kriminalität, durchaus auch im Zusammenhang mit Impfungen stehen kann, wenn Impfbedingte Hirnschädigungen zugrunde liegen.


Tumorbildung in der Nähe der Impfungsstelle

Wenn Hunde Tumore in der Nähe der Injektionsstelle der Impfung entwickelten, traten 67,9% innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung auf, 1,1% aller Probanden litten unter diesem Problem. Es ist in der veterinärmedizinischen Literatur bekannt das Tumore in Nähe der Injektionsstelle der Impfung wachsen können (was sie auch tun).


All diese Oben angeführten Daten hatten einen Z Alpha wert von mehr als 5 und zeigten eine Tendenz zum erscheinen innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung. Dies bedeutet das es eindeutig einen Zusammenhang zwischen Impfung und Erkrankung gibt, also die Verbindung Impfstoff-Spezifische Erkrankung mehr als wahrscheinlich ist. Um die Sicherheit unserer Statistik zu erhöhen, benötigen wir noch weitere Daten zu den folgenden Erkrankungen, obwohl sich schon durch die Zwischenergebnisse genügend Grund zum Zweifel an dem Impfungen ergibt.

Krebs- 31% innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung

Krampfleiden- 63% innerhalb von 3 Monaten nach Impfung

Hirnhautentzündung- 75% innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung

Herzerkrankungen- 26,8% innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung

Nierenschäden- 40,5% innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung

Lähmungen- 52% innerhalb von 3 Monaten nach Impfung

Paralyse des Abdomens- 64,7% innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung

Leberschäden- 47% innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung

Beschränktes Konzentrationsvermögen des Hundes - 68,4% innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung

Autoimmunerkrankungen - 54,8% innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung

Hunde die an den Erkrankungen erkrankten gegen die sie geimpft wurden:

Hepatitis- 63,6% innerhalb von 3 Monaten nach Impfung

Parainfluenza- 50% innerhalb von 3 Monaten nach Impfung

Parvovirose - 68,2% innerhalb der ersten 3 Monate nach Impfung

Staupe - 55,6% innerhalb von 3 Monaten nach Impfung

Leptospirose - 100% innerhalb der ersten 3 Monate nach Impfung


Mit Ausnahme von Staupe und Leptospirose , wo nicht genügend Hunde zur Erhebung statistisch relevanter Werte vorhanden waren, entsprechen alle oben angeführten Ergebnisse einem Alpha wert von mehr als 3, das bedeutet das ein enger Zusammenhang zwischen Impfung und Erkrankung erwiesen ist.

In allen Fällen erkrankten über 50% der Hunde innerhalb der ersten 3 Monate nach Impfung. Dies erhärtet die Ansicht das Impfungen nicht nur nutzlos sind sondern auch die Erkrankung oftmals erst verursachen. Wahrscheinlichkeit von Impfreaktionen Auch wen wir noch weitere Berichte von Hundebesitzern benötigen, sind wir doch in der Lage eine Prognose über die Wahrscheinlichkeit von negativen Impfreaktionen für den einzelnen Hund zu machen. Kritiker mögen nun einwenden das die Studie gerade Hundebesitzer zur Teilnahme anregt die bei ihrem Tier eine Reaktion festgestellt haben. Diese Argument wird entkräftet durch die große Anzahl von Hunden die eine perfekte Gesundheit aufwiesen und an unserer Studie beteiligt waren, viele Teilnehmer wurden zufällig ausgewählt (Umfragen an der Haustür) , viele Teilnehmer hatten mehrere Hunde , nur einige von diesen (manchmal auch keiner) hatten Gesundheitsprobleme. Zu diesem Zeitpunkt unserer Studie wissen wir das 55% der uns berichteten Erkrankungen innerhalb von 3 Monaten nach der Impfung erstmalig auftraten. Wir erhielten diese Daten durch die bisher an unserer Studie teilnehmenden Hunde (bisher 2.628). Ein Impfstoffhersteller behauptet das die Wahrscheinlichkeit einer Impfreaktion bei 15 Reaktionen auf 3 Millionen verabreichte Impfungen liegt (eine 0,000005% Wahrscheinlichkeit). Wenn dies realistisch wäre, dann wäre unsere persönliche Erfahrung das 6 unserer 6 Hunde (100%) eine Impfreaktion zeigten, mathematisch unmöglich. Nach Angaben der "Pet Food Manufactorers Association" liegt die Hundepopulation von Großbritannien bei ca. 7 Millionen , eine Angabe die zwar anhand anderer Datenquellen als leicht unterschätzt anzusehen ist, aber für den Argumentationszweck völlig ausreichend ist. Wir konnten darüber hinaus davon ausgehen das die maximale Anzahl der Hundebesitzer die von

unserer Studie erfuhren bei ca. 270.000 lag. Ausgehend davon das von dieser Population nur 607 Hunde an irgendeiner Erkrankung litten und die Besitzer gesunder Hunde Mangel Interesse nicht an der Studie teilgenommen hätten (eine extrem unrealistische Hypothese), dann würde die Wahrscheinlichkeit einer Impfbedingten Erkrankung oder Reaktion auf 0,0077778% gesenkt , selbst auf dieser Unrealistischen Basis , läge das Risiko einer Impfreaktion immer noch um 1,556% höher als vom Impfstoffhersteller angegeben. In der Realität können wir davon ausgehen das die Wahrscheinlichkeit des Impfrisikos durch die Impfstoffhersteller und Autoritäten wie das "Medicines Directorate" heruntergespielt wird. Es demonstriert ganz klar die Notwendigkeit für ein akkurates System zur Feststellung und Aufzeichnung der Nebenwirkunkungen von Impfungen und anderen Industriell hergestellten Medikamenten. Mit Blick auf die berichteten Erkrankungen/ Impfreaktionen die uns im Zusammenhang mit unserer Studie mitgeteilt wurden ergibt sich zumindestens eine Wahrscheinlichkeit von 0,7990868% . Im Hinblick auf die oben angeführten Statistiken erscheint es nicht als unbegründet einen Prozentsatz von mehr als 1% (das heißt einer von 100 geimpften Hunden Erkrankt oder zeigt negative Impfreaktion) als Minimum anzunehmen.


Alter und Krankheit

Es wird allgemein hin angenommen das mit zunehmenden Alter des Hundes die Anzahl der Erkrankungen zunimmt. Dies entspricht nicht unserer persönlichen Erfahrung und wurde auch durch die Impfstoff Studie nicht bestätigt. Die Daten die wir erhielten stammten von Hunden in einem Alter von wenigen Wochen bis zum Alter von 19 Jahren. Das Ergebnis der Studie zeigt das Hunde in jedem Alter erkranken können - es wurden keine Zusammenhänge zwischen der Erkrankung und dem Alter des Hundes in unserer Studie entdeckt. Es bestand auch keine Korrelation zwischen dem Alter eines Hundes und der Anzahl seiner Erkrankungen. Dies lässt annehmen das die Negativen Reaktionen auf Impfungen nicht so ohne weiteres einfach auf genetische/vererbte Gründe zurückzuführen sei., wie es oft von den Impfstoffherstellern behauptet wird, sondern mehr von den Umweltfaktoren abhängt. Es untermauert eher die Aussage von Dr. Ronald d. Schultz , das diese Reaktionen das Resultat der Akkumulation vieler Antigene über etliche Jahre hinweg ist. Ich glaube fest daran das die zahl der Nebenwirkungen zunimmt da wir über Jahre hinweg mehr und mehr Komponenten in diese Tiere spritzen."


Umgebung

Die Mehrzahl der Teilnehmer stammten aus Großbritannien (England, Schottland & Wales). Die restlichen Teilnehmer kamen aus den USA, Neu Seeland, Kanada, etc. Vergleicht man die Erfahrungen der Erkrankungen in Schottland mit denen der Hundebesitzer in Wales oder England, sieht es so aus das die Schottischen Hunde etwas gesünder sind als die englischen, diese Aussage beruht auf einer Übereinstimmung von 98%. Dies erhellt die Notwendigkeit auch auf das Umfeld zu achten wenn es um die Beurteilung des Impfrisikos geht. Mehr Daten von Hundebesitzern aus aller Welt wären hilfreich um diese Frage zu klären.


Hunde die niemals geimpft wurden

Eine kleine Anzahl der Hunde in der Studie wurden niemals geimpft. Wir brauchen mehr Daten über ungeimpfte Hunde, inklusive der Hunde die ausschließlich über homöopathische Nosoden geschützt werden, um endgültige Aussagen zu treffen.


Hundebesitzer

Eine Person die seit Jahren Hunde hält kann ebenso wie jemand der gerade erst seit kurzer Zeit Hundehalter ist mit der Erkrankung seines Hundes konfrontiert werden, was anzeigt das die Qualität der Haltung wenig Einfluss auf die Häufigkeit der Erkrankungen hat.


Der Typ des verwendeten Impfstoffes

Wir untersuchten die Anzahl der Erkrankungen in Gegenüberstellung zum Typ des verwendeten Impfstoff , es stellte sich statistisch signifikant das die Anzahl der Erkrankungen erheblich höher lag wenn der Hund mit mehr als einer Vakzine gleichzeitig geimpft wurde (Multiple modifizierte Lebendimpfstoffe) als wenn die Hunde mit einzelnen abgetöteten Erregern geimpft wurden. Der "Cocktail Effekt" erwies sich als schädlicher als eine einzelne Dosis abgetöteter oder lebender Vakzine, mit einer Übereinstimmung von mehr als 99%.

Wir untersuchten des weiteren die Frage ob es sinnvoll ist einen Hund jährlich zu impfen, oder einem Welpen seine Basis Impfung zu geben und danach nie wieder zu Impfen. Mit einer Übereinstimmung von 90% ergab sich das Hunde die jährlich geimpft wurden ein erheblich höheres Risiko einer Erkrankung eingingen als Hunde deren Impfungen nicht jährlich aufgefrischt wurden, außerdem berichteten die Teilnehmer der Studie von Erkrankungen und Todesfällen von Welpen nach der Impfung.

Bitte den Link anklicken........

....auch ein sehr Intressanter Artikel!

Hunde Gesund Ernaehren!

Ein Hund bleibt ein Hund, aber…Publiziert am 20. Juni 2013 

Neue Erkenntnisse der Epigenetik und ihre Auswirkungen auf die Hundezucht

von Sabina Achtig

(Quelle: Züchterinformationstagung am 25.Mai 2013, Vet.med.Univ.Wien, A.Prof.Dr.I.Sommerfeld Stur)

 

Das ist Neu! Die Wirkung von Genen und sogar die weitere Vererbung kann durch die Umwelt verändert werden. Harmonie, Fürsorge und ein gesundes Umfeld haben z.B. positiven und nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der ungeborenen Welpen bis hin zum erwachsenen Hund. Dieser Einfluss kann sich sogar in den Genen niederschlagen und weiter vererbt werden.

 

Am 25. Mai fand auf der Vet. med. Universität Wien eine Züchterinformationstagung statt, auf der auch das Thema „Epigenetik – Genetik im Licht neuer Erkenntnisse“ vorgestellt wurde. Wie wir dort erfahren konnten, haben die brandneuen Erkenntnisse der Epigenetik auch großen Nutzen und Einfluss in der Hundezucht.

Frau A.Prof.Dr.I.Sommerfeld Stur berichtete von sensationellen neuen Erkenntnissen über Veränderungen der Wirkungen von Genen durch Umwelteinflüsse. Diese Veränderungen der Genwirkungen durch Umwelteinflüsse können schon bei den Elterntieren erfolgen, bei der Befruchtung der Eizelle und bis hinein in das Wochenbett reichen, bzw. auch das Wesen, Lebensalter und die Gesundheit beeinflussen.

Mendel und Co. ist doch nicht „Der Weisheit letzter Schluss“

Seit Darwin und Mendel (die Väter der Genetik) war es wissenschaftlicher Konsens, dass die Vererbung ausschließlich von den Genen bestimmt wird und durch Umwelteinflüsse nicht veränderbar ist. Jedes Individuum erhält von den Eltern die Erbinformationen (Genotypen) und diese bleiben unbeeinflusst von der Umwelt ein Leben lang gleich und werden genauso wieder auf die Nachkommen weiter vererbt.

Neue Ergebnisse in der Epigenetik zeigen jedoch ein anderes Bild.

Die Epigenetik („Über Genetik”) wird seit ca. 10 Jahren erforscht. Es geht darum, dass nicht wie bisher angenommen, der Genotyp (Erbinformation) eines Individuums sein ganzes Leben lang gleich bleiben muss und genau so weiter vererbt wird, sondern dass durch Umwelteinflüsse und Veränderungen durch die Epigenetik (epigenetische Modifikationen) sich Genfunktionen im Laufe eines Lebens ändern können und damit auch die Erbinformationen verändert an die Nachkommen weiter vererbt werden können.

Licking-Effekt

Z.B. könnten die Welpen einer gestressten Hundemutter, die ihre Nachzucht schlecht betreut, im Wesen ängstlich, zurückhaltend und stressintolerant werden und dass infolge sogar weiter vererben. (Das Gen für Stressresistenz bleibt ausgeschalten = inaktiv). Die selben Welpen, einer fürsorglichen Hundemutter in harmonischem Umfeld untergeschoben, liebevoll betreut und abgeschleckt, entwickeln ein normales und stresstolerantes Wesen und vererben das auch weiter (durch Fürsorge wird das Gen für Stressresistenz = Glucocorticoid-Rezeptor-Gen erst eingeschaltet). So kann sich eine stressige Umwelt auf die Welpenentwicklung und auf die weitere Vererbung sehr nachteilig auswirken.

Funktionen von Genen können ein- und ausgeschaltet werden

Bei der Epigenetik spielen mehrere Mechanismen eine Rolle. Ein kleiner Teil (ca. 2%) der Gene sind funktionale Gene, die direkt für die Vererbung wichtig sind und ihre Funktionen sind bekannt. Für den Großteil der Gene sind die Funktionen noch nicht bekannt. Ihnen schreibt man inzwischen die Beteiligung an den Prozessen der epigenetischen Modifikation zu. Die Funktionen dieser Gene können auch durch die Umwelt ein- oder ausgeschaltet (aktiviert oder inaktiviert) werden.

Die Spezialisierung von Zellen (Bsp. Bildung von den verschiedenen Organen in der Embryonalphase und Zellbildung während des gesamten Lebens) wird durch epigenetische Modifikationen und eben durch solche ein- oder ausgeschalteten Gene grundlegend bestimmt.

Bei diesen Prozessen kann einiges passieren und es kann auch durch die Umwelt beeinflusst (durch Aktivierung oder Inaktivierung solcher Gene) zu den verschiedensten Krankheiten und Veränderungen im Wesen kommen. So entstehen „genetischen Erfahrungen“ im Laufe des Lebens, die auch weiter vererbt werden können. Das ist wie gesagt, eine wirklich neue Auffassung der Wissenschaft.

Teilweise sind die Aktivierung und Inakivierung von Genen („genetische Erfahrung“) auch durch entsprechende Veränderung der Umwelt und Training wieder rückgängig zu machen (z.B. Licking-Effekt), teilweise aber nicht. Besonders sensible Lebensphasen für die „genetische Erfahrung“ sind die Embryonalzeit, die Zeit der Primärsozialisation (Wochenbett und Welpenentwicklung) und die Zeit der Pubertät.

Hier wird nun besonders deutlich, wie prägend die Entwicklung von unseren Hunden durch uns Menschen und durch die Umwelt beeinflusst wird.

Im Detail:

Epigenetische Mechanismen

Wir haben 3 wesentliche Mechanismen der epigenetischen Modifikation kennen gelernt.

  1. Blockieren des Ablesens des genetischen Codes (Methylierung) = reversibel (wieder rückgängig zu machen) und falsches Ablesen des genetischen Codes, durch Punktmutation wird der genetische Code verändert = nicht reversibel (nicht wieder rückgängig zu machen)
  2. Der DNA Strang (Erbinformation, 2m lange Doppelhelix) wird so fest gewickelt, dass er nicht abgelesen werden kann (Histonmodifikation)
  3. Die Abschrift der DNA (m-RNA) wird auf dem Weg zu den Ribosomen (Ort der Eiweißsynthese in der Zelle) von Antisense DNA abgefangen und blockiert.

Kampf der Geschlechter („Imprinting“)

Sehr spannend und interessant war auch, dass der Aktivitätsstatus (eingeschalteter oder ausgeschalteter Zustand) bei ca. 1% der Gene davon abhängt, ob das Gen vom Vater oder von der Mutter stammt. Hier besteht ein Kampf der Geschlechter.

  1. Mütter schalten den Wachstumsfaktor ab (inaktiviertes Igf2) – ihr „Interesse“ ist es, lieber viele aber langsam wachsende Nachkommen zu produzieren (bei Mäusen)
  2. Väter schalten die Wachstumshemmer ab (inaktivierter Igf2-Rezeptor) – sein „Interesse“ ist es, lieber wenige, aber stark wachsende Nachkommen zu produzieren (bei Mäusen).

Die durch „Imprinting“ veränderten Gene (geschlechtsspezifisches Ausschalten des  Gens) bilden ihre Merkmale auch aus (manifestieren sich), wenn sie heterozygote Genotypen sind (ein normales und ein durch „Imprinting“ verändertes).  Durch „Imprinting“ veränderte Gene sind daher sehr anfällig gegen schädigende Umwelteinflüsse. Wenn es sich um ein weibliches „Imprinting“ verändertes Gen handelt, wird dieser Defekt auch an die Nachkommen weiter gegeben.

Ein Beispiel dafür wurde genannt, dass Nachkommen von rauchenden Vätern eine erhöhte Anfälligkeit für Asthma haben – ein bestimmtes Gen beim Vater wird ausgeschaltet und so ausgeschaltet an die Nachkommen weiter vererbt.

Der Zeitpunkt der Aktivierung von Genen hat Einfluss

Es gibt auch eine zeitliche Bedeutung, wann ein Gen aktiviert wird. So entscheidet z.B. der Zeitpunkt, ob die Flecken der Schildpattkatze größer oder kleiner sind. Je früher in der Embryonalphase das dafür verantwortliche x-Chromosom eingeschaltet (aktiviert) wird, umso großflächiger werden die schwarzen und roten Flecken.

Zusammengefasst sind derzeit 3 wesentliche Wirkungen bei epigenetischen Mechanismen bekannt:

  1. das Ein/Ausschalten von Genen
  2. Änderung der quantitativen Genwirkung
  3. Änderung der zeitlichen Genwirkung

Die bisher bekannten Prinzipien der Vererbung durch die Gene gelten selbstverständlich auch weiterhin. Jedoch wurden durch die neuen Erkenntnisse der Epigenetik Mechanismen offensichtlich, die die vorhandenen Gene außer Kraft setzen oder erst zur Wirkung bringen können. Und diese Vorgänge sind auch abhängig von den jeweiligen Umwelteinflüssen.

So kann beispielsweise ein Defektgen vorhanden sein, aber nicht zur Wirkung kommen, weil es ausgeschaltet ist. Und erst bei bestimmten Umwelteinflüssen wird dieses Defektgen eingeschaltet (aktiviert) und der Defekt tritt auf und wird dann auch als aktiviertes Defektgen weiter vererbt.

Als Beispiel wurde genannt, dass Weichmacher in Plastik (Bsp. Bisphenol A und Phthalate) die Wirkung von Defektgenen verstärken können, weil die Einwirkung dieser Weichmacher das Blockieren des Defektgens verhindern und damit die volle Wirkung zu Tage tritt (Bsp. Agouti-Mäuse = methabolisches Syndrom, Diabetes).

Als weiteres Beispiel wurde genannt, dass chemische Pflanzenschutzmittel schwere gesundheitliche Störungen geschlechtsspezifisch bei den männlichen Nachkommen verursachten (sogenannter Dimorphismus), die dann auch weiter vererbt wurden bei den männlichen Nachkommen bis in die 3. Generation. Bsp. Vinclozolin im Mäuseversuch bewirkte Fruchtbarkeitsstörungen, Brustkrebs, Nierenerkrankungen, Prostataerkrankungen, Immundefekte bis in die 3. Generation. Die männlichen Nachkommen waren bis in die 3. Generation deutlich ängstlicher als die weiblichen Nachkommen.

Genetik und Epigenetik

Der genetische Code im Organismus bestimmt, welche Eiweiße überhaupt aufgebaut werden können.

Der epigenetische Code sagt dem Organismus, wann und wo und in welcher Menge die genetisch codierten Eiweiße dann tatsächlich aufgebaut werden. Das kann als „genetische Erfahrung“ weiter vererbt werden. Und das ist wiederum auch umweltabhängig und das erstaunlich Neue.

 

Schlussfolgerungen für die Hundezucht

Die bisherigen Zuchtstrategien wie z.B. maximale Abklärung des Gesundheitsstatus und Selektion, Vermeidung von Inzucht behalten ihre Bedeutung. Jedoch kommt den Umwelteinflüssen bei der Zucht und Haltung von Hunden eine wesentlich größere Bedeutung zu.

Die Optimierung der Umwelt bei der Hundezucht und Hundehaltung besonders bei den Elterntieren und in den sensiblen Lebensphasen (gesamte Trächtigkeit – besonders wichtig in der Phase der Organbildung, die ersten Lebenswochen, die Pubertät) ist daher ein Grundvoraussetzung für gesündere Tiere und höheres Lebensalter.

Negative Umwelteinflüsse sind z.B. Stress, Gewalt, Umweltgifte, ungeeignete Fütterung. Z.B. braucht es laufend Nachschub für die Bausteine der Aktivierung oder Inaktivierung von Genen (Methygruppen) in Form von speziellen Futterstoffen wie z.B. Vitamin Cholin (Aminosäuren – Lysin, Methionin), Betain (Oxydationsprodukt des Colins, quartäre Ammoniumverbindung), sowie Vitamin Folsäure (wasserlöslich, in Spinat), Vitamin B12, Zink.

 

Besonders sensible Lebensphasen und – bereiche in der Epigenetik

  1. Embryonalentwicklung – Organdifferenzierung, Gehirnentwicklung (Trächtigkeit)
  2. Jugendentwicklung – Primärsozialisation (Welpenstube), Organwachstum und – entwicklung, Lernen
  3. Weitere Lebensphasen – Pubertät, Fortpflanzung, Stoffwechsel, Krankheit-Gesundheit, Lebenserwartung

Trotz noch vielen offenen Fragen ermöglichen die neuen Erkenntnisse der Epigenetik eine stärkere Einflussnahme auf das Erscheinungsbild (Phänotyp) des Hundes insbesondere in Hinblick auf Wesen, Gesundheit und Langlebigkeit. Den Züchtern und Haltern von Hunden kommt einmal mehr die Verantwortung zu, für eine optimale Gestaltung der Umwelt zu sorgen, damit sich die Hunde in Wesen und Körper gesund entwickeln können und ein hohes Lebensalter erreichen.

Was tun bei Epilepsie?

Immer häufiger wird man in den letzten Jahren mit Hunden konfrontiert, die unter epileptischen Anfällen leiden. Warum dies nicht nur eine Frage einer sauberen Zuchtauswahl ist, sondern dass das Auftreten dieser Erkrankung auch durch Fehler in Fütterung, Haltung und Pflege begünstigt werden kann, soll im folgenden aufgezeigt werden.

Grundsätzliches
Was versteht man unter Epilepsie?

Bei einem epileptischen Anfall (in der Tiermedizin spricht man auch häufig von epileptiformen Anfällen) kommt es zu einer abnormen Neuronenentladung im Hirn des Hundes, die zu plötzlichen unwillkürlichen, stereotypen Verhaltens-oder Befindungsstörungen führt. Jedes Hirn zeigt grundsätzlich eine bestimmte Krampfanfälligkeit, die bei Hunden mit epileptischem Syndrom bedingt durch bestimmte auslösende Faktoren erhöht ist. In Abhängigkeit davon, ob diese Neuronenentladung auf einen Teilbereich beschränkt bleibt oder das gesamte Gehirn betrifft, spricht man von einer partiellen oder generalisierten Form des Anfalls.

Generalisierter Anfall

Bei einem generalisierten Anfall findet eine Neuronenentladung im Bereich des gesamten Gehirns statt, man nennt schwere Anfälle dieser Art auch 'Grand-mal-Anfälle'.
Symptome: schlagartiges Hinstürzen in der Regel mit Bewusstseinsverlust, Versteifung der Glieder und Krämpfe (tonisch-klonisch) unterschiedlicher Schwere, Laufbewegungen, Kaubewegungen, Salivation (vermehrter Speichelfluss), unwillkürlicher Harn- und Kotabsatz, teilweise Atemstillstand, Gefahr des sogenannten Status epilepticus (Dauer des Anfalls über 30 Minuten, was einen lebensbedrohlichen Zustand bedingt, da durch die körpe

rliche Belastung und die Beeinträchtigung der Steuerung des zentralen Nervensystems wichtige Körperfunktionen wie Atmung, Blutdruck und Temperatur ausfallen können. Darüber hinaus können massive Schädigungen der Gehirns durch lang anhaltende Entladung der Nervenzellen die Folge sein.)
Nach dem Anfall ist der Hund total erschöpft und entkräftet und muss sich regenerieren. Aufgrund von Vergleichen mit der Humanmedizin vermutet man, dass er sich an nichts mehr erinnern kann und auch keine Schmerzen während des Anfalls empfindet.

Bei dieser Anfallsform teilt man den Verlauf häufiger in vier Phasen ein:
Prodromalphase: Stunden manchmal Tage, die dem Anfall vorausgehen und mit vermehrter Unruhe, Bewegungsdrang oder vermehrt ängstlichem Verhalten einhergehen
Aura: Zeit kurz vor dem Anfall, in der die Hunde oft abnorme Verhaltensweisen zeigen, sich verkriechen oder vermehrt die Nähe des Menschen suchen
Iktus: Zeit des eigentlichen Krampfanfalls, der entweder von kurzer Dauer (2-5 Minuten) sein kann, was auf eine primäre oder idiopathische Epilepsie hindeutet oder von langer Dauer ist, was bei der sekundären Epilepsie oft der Fall ist.
postiktale Phase: Zeit der Erholung (einige Minuten bis zu mehreren Tagen) nach dem Anfall, die mit Bewusstseinstrübungen und Verhaltensstörungen einhergehen kann.

Partieller Anfall
Bei einem partiellen Anfall findet eine Neuronenentladung in einem Teilbereich des Gehirns statt.
Symptome: Anfall in der Regel ohne Bewusstseinsverlust, sehr unterschiedliche Symptomatik, Krampfen und Kontraktion(Zusammenziehen) einzelner Muskelgruppen oder Glieder, Verbiegen des Rückens, Verhaltensveränderungen mit Halluzinationen wie 'Fliegenschnappen', Schwanzbeissen, Raserei, Angstzustände.
Nach dem Anfall kann eine leichte Verwirrung auftreten aber es gibt keine ausgesprochene Erholungsphase

Neben der Unterscheidung auf Basis der betreffenden Hirnanteile ist für die Praxis eine andere Unterscheidung von noch grösserer Bedeutung. Epilepsien werden unterschieden in primäre =idiopathische oder sekundäre Epilepsien.

Primäre (idiopathische) Epilepsie
Bei der primären oder idiopathischen Epilepsie fehlen körperliche Anzeichen wie Blutbild- oder Liquorveränderungen. Die Diagnose erfolgt dadurch, dass man die sekundäre Epilepsieform ausschliesst.
Das bedeutet, dass die Ursachen einer primären Epilepsie noch nicht geklärt sind und man verschiedenste Faktoren hierfür in Betracht zieht wie Vererbung, Neurotransmitterstörungen etc.

Sekundäre (symptomatische) Epilepsie
Bei der sekundären Epilepsie treten die Anfälle als Sekundärerscheinungen infolge von bestimmten Störungen auf. Hierzu zählen unter anderem: Trauma, Thrombose, Tumoren, organische Hirnstörungen, Infektionen wie Staupe, Toxoplasmose, Encephalitis, Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Leber- und Nierenstörungen, als Vergiftungsfolge oder als Medikamentennebenwirkung.
Gerade im Bereich der sekundären Epilepsie finden sich viele Ansatzpunkte für eine positive Einflussnahme auf das Auftreten und das Ausmass der Krankheit.

Genetische Disposition - rasseabhängig?
In der Praxis zeigt sich, dass gewisse Rassen wie Cocker Spaniel, Golden Retriever, Berner Sennenhunde etc. eine vermehrte Anfälligkeit für Epilepsien zeigen. Sicherlich spielt hier die Vererbung eine wichtige Rolle – was in den Bereich der verantwortungsvollen Zuchtausfall fällt – aber auch eine genetische Disposition zieht nicht immer zwangsläufig einen Ausbruch der Erkrankung hinter sich her.
Hier vermutet man eine sogenannte multifaktorielle Genese (verschiedene Ursachen werden in Betracht gezogen). Dies bezieht sich nicht nur auf die idiopathische Epilepsie sondern auch bei der sekundären Epilespie sind verschiedenste Faktoren oft auch gleichzeitig auslösend für den Ausbruch der Erkrankung. Diese gilt es klar zu erkennen, möglichst zu vermeiden oder sich individuell fütterungs-, haltungs- und pflegetechnisch darauf einzustellen.

Häufige Ursachen für sekundäre Epilepsien
Da bei der sekundären Epilepsie primär andere Störungen vorliegen, die in ihrer Folge dann Epilespien bzw. epileptiforme Anfälle nach sich ziehen, ist es notwendig, die Primärstörung zu behandeln. Gleichzeitig zeigt dies auch den Weg für eine wirkungsvolle Prophylaxe auf.
Selbstredend können z. B. Traumata, Infektionserkrankungen etc., die organische Hirnschäden hinterlassen haben, nicht geheilt werden, aber gerade der Bereich der stoffwechselbedingten Epilepsien bietet auf zwei Weisen die Möglichkeit der positiven Einflussnahme. Liegen bereits Krankheitssymptome vor, besteht durch das konsequente Einstellen von Fütterung, Pflege und Haltung die Chance einer Linderung bzw. Stabilisierung der Symptomatik.
Aber auch für alle 'gesunden' Hunde eröffnet sich hier die Möglichkeit einer Prophylaxe, indem man sich grundsätzlich auf eine stoffwechselfreundliche Lebenweise einstellt und so die potentielle Gefahr einer stoffwechselbedingten Epilepsie verringert.

Einige von möglichen Ursachen sekundärer epileptiformer Anfälle

anzustrebende Prophylaxe bzw. Linderung durch

Traumata des Hirns, Thrombosen, Tumore

kaum möglich

angeborene Hirnschäden
wie z. B. Hydrocephalus (Wasserkopf)

kaum möglich, eventuell Zuchtauswahl

Infektionserkrankungen
wie Staupe, Toxoplasmose, Encephalitis

-

Vergiftungen durch chemische Stoffe
wie z. B. Schneckengifte(Metaldehyd), Rattengift (Strychnin), Weichmacher/Reinigungsmittel(Phosphorsäureester)

- vermehrte Aufmerksamkeit wenn Gifte in Reichweite des Hundes sind und diese möglichst entfernen
- Grundgehorsam, was das Aufnehmen von Unrat am Wegesrand betrifft

Vergiftungen durch Schokolade (Theobromin)

Keine Schokolade bitte!

Medikamentennebenwirkungen
z. B. Insulinüberdosierung, Salizylsäure etc.

-

Diabetes
(Unterzuckerung, Übergewicht)

Das Gewicht des Hundes regulieren, damit der Diabetes Typ II nicht provoziert wird
Ausführliche Infos:
Marengo Diabetes Diät

Leberstörungen
(Belastung duch synthetische Zusatzstoffe, synthetische Vitamine, Antioxydantien,chemische Medikamente, chemische Antifloh-Antizeckenpräparate, Eiweissfehlversorgungen, Fettüberversorgung, etc.)

Futter ohne synthetische Zusätze, synthetische Vitamine, Antioxydantien wählen
- massvoller Umgang mit Medikamenten, Impfungen und Wurmkuren
- natürliche Antifloh-Antizeckenpräparate statt der chemischen Keule
- Eiweissüberversorgungen durch zuviel Leckerchen vermeiden
- Eiweissunterversorgung vermeiden
Ausführliche Infos:
Marengo Leberdiät und
Fütterungsfehler vermeiden

Nierenstörungen
(Belastung duch synthetische Zusatzstoffe, synthetische Vitamine, Antioxydantien, chemische Medikamente, chemische Antifloh-Antizeckenpräparate, Eiweissüberversorgung, Calcium- und Mineralstoffüberversorgungen)

Futter ohne synthetische Zusätze, synthetische Vitamine, Antioxydantien wählen
- Futter mit moderaten Rohaschegehalt wählen
- Eiweissüberversorgungen durch zuviel Leckerchen vermeiden
Ausführliche Infos:
Marengo Nierendiät und
Fütterungsfehler vermeiden

Häufige negative Verstärker
An Epilespie leidende oder epilepsiegefährdete Hunde haben von Natur aus eine niedrigere Stresstoleranz. Diese höhere Empfindlichkeit gegenüber Stress bedarf eines gut strukturierten, möglichst ruhigen Tagesablaufes unter Vermeidung von übermässigen Stresssituationen. Hier eine Auflistung wichtiger Stressfaktoren des Alltags, die für jeden Hundebesitzer interessant sind.
Natürlich soll man aus seinem Hund keine 'Greisen im Lehnstuhl' machen, aber ein gutes Stressmanagement mit genügend Ruhe- und Regnerierungsphasen ist für jeden Hund wichtig und senkt die Anfälligkeit für alle Arten von Erkrankungen.

Einige negative Verstärker

anzustrebende Prophylaxe bzw. Linderung durch

körperliche und geistige Überforderung
(massloses Rumtollen mit Spielgefährten gerade bei Welpen, übermässiges Ballspielen, Stöckenwerfen oder Fahrradfahren)

Spielen ist wichtig und macht dem Hund in der Regel sehr viel Spass, trägt also so zu einem gesunden Nervenkostüm bei.
Leider kennen viele Hunde ihre eigenen Grenzen nicht, gerade die leicht stressbaren Charaktere neigen stark dazu, sich zu übernehmen.
Hunde sind wie Kinder, die Grenzen suchen und brauchen. Der Besitzer kann positiven Einfluss nehmen, indem er ein verantwortungsvolles Mass festlegt.

'quietschendes' Spielzeug
Untersuchungen haben gezeigt, dass man bei einem normalen Quietschentchen tatsächlich 113 dB gemessen hat. Dies entspricht einer Beschallung in Form einer Kreissäge. Für empfindliche Hundeohren ein Hyperstress, was man auch oft in der Praxis durch Überreaktionen, Aggressionen und tatsächlich als Auslöser für Krampfanfälle bestätigt findet

Spielzeug macht ebenfalls Spass, sollte aber keine Geräusche von sich geben. Gut sind in diesem Zusammenhang auch 'intelligente' und 'belohnende' Spielzeuge.

körperliche und geistige Überforderung
durch übermässiges Trainieren

Ein regelmässiges und angemessen langes Training. Auch wenn es mal nicht so klappt wie es soll, erst einmal wieder Ruhe einkehren lassen und beim nächsten Mal wieder neu beginnen.

Rudelstress
körperliche und geistige Überforderung durch ein zu stressiges Rudel

Immer wieder für Ruhezeiten sorgen, Rangordnungsprobleme bei mehreren Hunden beachten und jedem Rudelmitglied sichere Rückzugsmöglichkeiten schaffen

'Der alltägliche Wahnsinn'
Hierunter fallen Lebensumstände, die so hektisch sind, dass der Hund den ganzen Tag nicht zur Ruhe kommen kann. Hunde sind 'Schlaftiere' und man weiss aus der menschlichen Ursachenforschung, dass Schlafentzug Krampfanfälle begünstigen bzw. auslösen kann.

Struktur in den Alltag des Hundes bringen, einen möglichst geregelten ruhigen Tagesablauf schaffen und Ruhephasen auferlegen.

Individuelle 'Alptraumsituationen' des Hundes
Hierzu gehören unterschiedlich auftretend : z. B. Silvesterknaller, Alleingelassen werden, Autofahren etc.

Individuelle Alptraumsituationen des Hundes vermeiden oder über psychologisches Training eine Verhaltensänderung anstreben.

Chancen nutzen
Jeder kann seinen Hund, ohne es zu wollen, zum Epileptiker machen! Sekundäre Epilepsien ausgelöst durch metabolische Störungen sind bei jedem Hund möglich, darum ist die Frage der richtigen Fütterung, Haltung, Pflege und medikamentösen Versorgung so wichtig.

Unabhängig davon, ob bei meinem Hund epileptische Anfälle auftreten, er eine Veranlagung mit sich bringt, ohne schon Symptome zu zeigen, oder noch keinerlei 'Verdachtsmomente' bestehen, kann kluges Management, die Gefahr eines Auftretens von Epilepsie verringern und bei bestehendem Leiden eine positive Beeinflussung möglich machen.

Copyright by Marengo - EnRa GmbH&Co.KG
Aktualisiert April 2011

 

In bester Absicht und doch zu viel?

11.02.2015

Von Ralph Rückert, Tierarzt

 

Für so manchen Hundebesitzer ist es ein feststehender Glaubenssatz, dass man Hunde richtig auslasten müsse, ihnen sozusagen Action ohne Ende bieten sollte. Agility, Obedience, Dog-Dancing, Man-Trailing, Longieren - der Angebote gibt es viele und sie werden auch zunehmend wahrgenommen. Von Kindesbeinen an ist der Hund eingebunden: Welpengarten, Junghundetraining, Fortgeschrittenenkurs. Der moderne und verantwortungsbewusste Hundehalter ist bestens informiert, hat eine ganze Bibliothek an Fachliteratur und ist in diversen Internetforen aktiv. Kurz: Man - und da nehme ich mich nicht aus - will das Beste für seinen Hund! Schließlich gilt der Satz: Für uns sind es nur ein paar Jahre, für ihn sein ganzes Leben. Aber: Schießen wir eventuell über das Ziel hinaus? Kann man auch zu viel machen?

 

Auch wir Tierärzte empfehlen seit Jahren, möglichst viel Mühe und Zeit in den Hund zu investieren. Wir waren maßgeblich daran beteiligt, das Welpengarten-Konzept im öffentlichen Bewusstsein zu etablieren. Auch wir haben brav anerkannten und selbsternannten Verhaltensspezialisten nachgeplappert, dass es ganz sicher ein übles Ende nehmen würde, wenn beispielsweise ein Border Collie nicht von morgens bis abends voll ausgelastet und gefordert wird. Sogenannte Hundeflüsterer wie Cesar Millan fordern stundenlange Spaziergänge (oder sollte ich sagen: Märsche?) in flottem Tempo mit dem angeleinten Hund. Eine ganze Industrie beschäftigt sich inzwischen mit der Erziehung, der artgerechten Beschäftigung und Bespaßung unserer Hunde.

 

Im Gegenzug, sozusagen als Rendite auf unsere Investition, erwarten wir von unserem Hund nichts weniger als Perfektion. Fröhlich, verspielt, gar ausgelassen soll er sein, aber bitte nur wann und wo es uns und der Gesellschaft recht ist und in den Kram passt. Selbstbewusst und selbständig soll er sein, gleichzeitig aber sklavisch jeden noch so kleinen unserer Befehle befolgen. Perfekt sozialisiert hat er nach unseren ganzen Bemühungen zu sein, der ideale Pazifist, denn wenn er auch nur einmal einen Artgenossen anknurrt, geschweige denn ihn gar beißt, wird er flugs zum soziopathischen Problemhund erklärt, der nur durch umfangreiche Therapiemaßnahmen auf den Pfad der Tugend zurück gebracht werden kann.

 

Gehen wir eventuell zu weit? Verlangen wir zu viel? Kann es sein, dass wir mit den besten Absichten an den echten Bedürfnissen unserer Hunde vorbei handeln? Es ist nämlich leider so, dass ich ganz subjektiv das Gefühl habe, in meiner Praxis in den letzten Jahren nicht weniger, sondern eher mehr Hunde mit psychischen Problemen zu sehen. Gerade Stress- und Angststörungen scheinen deutlich zuzunehmen, und das ausgerechnet bei den Hunden, wo auf den ersten Blick alles richtig gemacht worden ist.

 

Es mag also an der Zeit sein, unsere Vorstellungen von dem, was unser Hund will bzw. braucht, auf den Prüfstand zu stellen. Diesbezüglich als hilfreich könnte sich erweisen, dass die Canidenforschung in den letzten Jahren ihren Blick vermehrt auf das Verhalten und die Sozialstrukturen von Straßenhunden gerichtet hat. Was ist dabei herausgefunden worden? Nun, in erster Linie, dass Hunde, die selbstbestimmt leben, über den Tag gesehen gar nicht besonders viel unternehmen und energieraubenden Anstrengungen eher abhold sind. Klar, bestimmte Dinge müssen sein, als da wären:

 

- Das Revier muss täglich abgeschritten werden, um die Kontrolle über Futterquellen zu behalten, Konkurrenten zu identifizieren und eventuelle Gelegenheiten zur Weitergabe der eigenen Gene rechtzeitig wahrzunehmen. Dieser Reviergang findet aber keineswegs im Laufschritt statt, sondern eher gemächlich, mit sehr viel Nasenarbeit, sprich Schnüffeln.

 

- Die Nahrungsversorgung muss sichergestellt werden. Es wird also einiges an Zeit für den Nahrungserwerb und die Zerkleinerung und Aufnahme der Nahrung aufgewendet.

 

- Bei ausreichendem Nahrungsangebot wird auch mal kurz gespielt, je jünger die Tiere, desto eher.

 

- Soziale Interaktionen mit anderen Hunden sind gar nicht so häufig wie man denken würde. Andere Hunde können als Konkurrenten (häufig), potenzielle Sexualpartner (schon seltener) oder als Kumpel / Freunde / Spielgefährten wahrgenommen werden. Es werden keine permanenten Rudelstrukturen gebildet!

 

- Der Rest der Zeit wird mit Ruhen und Schlafen verbracht. Wobei Rest der falsche Ausdruck ist, denn mit bis zu 18 Stunden (!) handelt es sich dabei eigentlich um den Löwenanteil des Tages.

 

Was also können wir für den Alltag mit unseren Hunden für Schlüsse ziehen?

 

- Viel Ruhe! Viel mehr Ruhe, als wir Menschen uns je gönnen würden. Und auch wirklich Ruhe in dem Sinne, dass der Hund Gelegenheit hat, sich an einen geeigneten Platz zurückzuziehen.

 

- Spaziergänge (in den Augen des Hundes: Revierkontrollgänge) sollten weniger nach zurückgelegter Strecke als nach Gründlichkeit bemessen werden. Der Hund sollte Gelegenheit bekommen, sein Revier ausgiebig mit der Nase zu erkunden. Also besser nicht immer strammen Schrittes weiter, sondern sich mehr nach dem Hund richten, ganz besonders, wenn er angeleint ist. Nasenarbeit ist Kopfarbeit und sehr beanspruchend für den Hund.

 

- Ein Hund muss keineswegs mit allen anderen Hunden zurecht kommen, ohne dass es mal ruppig wird. Andere Hunde sind in seinen Augen in erster Linie Konkurrenten. Hat man ein Exemplar, das dieses Thema ernster nimmt als andere, so sollte man sich nicht einreden lassen, dass es falsch wäre, den Kontakt zu anderen Hunden je nach eigenem Bauchgefühl auch mal nicht zuzulassen oder zu unterbinden. Der weit verbreitete Glaube, die Hunde würden das schon unter sich regeln, hat schon oft zu Tränen, Tierarztbesuchen und Gerichtsstreitigkeiten geführt. Wenn sie (die Hunde) es nämlich tatsächlich arttypisch, also mit den Zähnen, selber regeln, wird das blutige Ergebnis meist gerade von denen, die vorher so locker drauf waren, ganz und gar nicht akzeptiert.

 

- Überbeschäftigen Sie Ihren Hund nicht! Agility, Mantrailing, Rettungshundearbeit, Flyball, Coursing, Frisbee usw. - das ist alles gut und recht, aber nur solange es nicht eher der Befriedigung des eigenen Ehrgeizes dient als dem Hund. Die Hunde an sich brauchen nicht so viel Action wie wir glauben oder auch glauben gemacht werden. Nehmen wir als Beispiel den berühmten Border Collie, der ja angeblich mehrere Stunden am Tag beschäftigt werden muss, damit er keinen gefährlichen Koller bekommt. Das soll daran liegen, dass er in seiner Heimatregion als hochspezialisierter Hütehund eingesetzt wird und den ganzen Tag vom Schäfer über eine Vielzahl von Pfeifsignalen entsprechend dirigiert wird. Es stimmt schon: Das ist geistige und körperliche Schwerstarbeit. Aber müssen wir das auch nur annähernd kopieren, um diesen Hund zufriedenzustellen? Was macht denn eigentlich ein Border Collie im Winter, wenn die Schafe unter Dach und Fach sind und nicht gehütet werden müssen? Na ja, als typischer Saisonarbeiter ist er in dieser Zeit arbeitslos. Da macht er es im Idealfall wie ein italienischer Straßenhund: Um die Häuser ziehen, was zu knabbern suchen, nach den Mädels oder Jungs sehen und ansonsten rumliegen oder schlafen. Bekommt er deswegen einen Koller? Nö! Einen Koller bekommt er mit viel höherer Wahrscheinlichkeit, wenn er mit bestimmten Tätigkeiten angefixt bzw. angeheizt wird. Dann hat er (wie auch beispielsweise viele Terrier) ganz klar das Zeug zum hyperaktiven Action-Junkie, der gar keine Ruhe mehr findet und schließlich mit psychischen Problemen zu kämpfen hat.

 

-Übererziehen Sie Ihren Hund nicht! Es sind doch eigentlich ein paar ganz wenige Signale, Befehle, Kommandos, Anweisungen (suchen Sie sich aus, welcher Begriff Ihnen am besten gefällt), die der Hund unbedingt drauf haben sollte, damit er sicher und gesellschaftsfähig geführt werden kann. Wenn sie ihn zwischendurch auch mal ableinen wollen, muss er auf Signal oder Zuruf zuverlässig zu Ihnen zurückkommen. Angeleint oder nicht sollte er in der Lage sein, sich nah bei Ihnen von Punkt A nach Punkt B zu bewegen. Er sollte sich auf Ihre Anweisung hinsetzen oder hinlegen und an dem gewählten Platz auch mal für eine gewisse Zeit bleiben können. Das war's eigentlich schon. Natürlich spricht gar nichts dagegen, dem Hund zum Vergnügen im Lauf der Zeit noch einiges mehr beizubringen, aber machen Sie keinen Stress draus.

 

Damit wir uns richtig verstehen: Dies soll kein Plädoyer dafür sein, beiden Seiten, also Hund und Besitzer, Freude bereitende Aktivitäten wie Spiel, Sport, Wandern, Schwimmen oder was auch immer einzustellen. Wir sollten meiner Meinung nach nur immer wieder darüber nachdenken, ob wir eventuell unseren eigenen überhektischen Lebensstil und uns von anderen eingeredete und reichlich überzogene Erwartungshaltungen auf den Hund übertragen und ihn damit rettungslos überfordern. Deshalb: Locker bleiben und bloß keinen Stress!

 

In diesem Sinne, bleiben Sie uns gewogen, Ihr

 

Ralph Rückert

Dr. R. Rückert aus Ulm

Die Kastration beim Hund - Ein Paradigmenwechsel

16.10.2014Von Ralph Rückert, Tierarzt

Ich gehöre zu einer Generation von Tierärzten, der beigebracht wurde, eher beiläufig und ohne großes Nachdenken alles zu kastrieren, was nicht bei Drei auf dem Baum ist. Für einige Tierarten ist das auch nach wie vor der einzig gangbare Weg. Katzen beiderlei Geschlechts werden nun einmal erst durch die Kastration zu Haustieren. Auch Kaninchen und einige Nager können unkastriert eigentlich nicht artgerecht gehalten werden. Beim Hund waren wir aber bezüglich der Kastration nie in einer echten Zwangslage. Man kann mit entsprechendem Aufwand selbstverständlich intakte Rüden und Hündinnen völlig artgerecht halten. Andere Gründe waren ausschlaggebend: Die Prophylaxe verschiedener Erkrankungen, verhaltensmedizinische Probleme und die generelle Erleichterung der Haltung für den Besitzer. Den Vorteil der Unfruchtbarmachung hat man eher nebenbei mitgenommen. Wir lebten in der Überzeugung, dass wir den Hunden auf jeden Fall etwas Gutes tun. Diesbezüglich wird uns aber nun gerade der Teppich unter den Füßen weggezogen! Wenn Sie es irgendwo laut krachen hören, könnte das der Aufprall unseres kollektiven tiermedizinischen Hinterns auf dem Boden sein.Es ist nicht so, dass ich nicht schon seit einigen Jahren die Glocken hätte läuten hören. Immer wieder kamen Studien heraus, die den Verdacht nährten, dass die Nebenwirkungen der Kastration des Hundes bei beiden Geschlechtern weit über das hinausgingen, was wir bisher für gegeben erachtet hatten. Es handelte sich aber erstmal nur um einzelne Veröffentlichungen, die teilweise auch gleich wieder mit Gegenstudien angegriffen wurden. Nun sind aber erste sogenannte Metaanalysen im Umlauf, also Arbeiten, die die Ergebnisse mehrerer Studien zu einem Thema zusammenfassen. Auch deren Folgerungen sind nach wie vor beileibe nicht unumstritten, aber es zeichnet sich doch ein klarer Trend ab, auf den ich als Praktiker an der Front reagieren muss.

Prof. Dr. Börne aus dem Münsteraner Tatort-Team sagte in der letzten Folge sinngemäß: Feste Überzeugungen sind was für schlechte Ärzte, Heilpraktiker und Taxifahrer! Er hat auf jeden Fall damit recht, dass gute Mediziner sich immer darüber im Klaren sein müssen, dass die Medizin eine Wissenschaft ist und dass die Wissenschaft nicht stillsteht. Das kann manchmal, so erschreckend das sowohl für Arzt als auch Patienten sein mag, zu einem recht abrupt wirkenden Kurswechsel führen. Und genau so etwas kündigt sich jetzt bezüglich der Hundekastration an.

Was haben wir bisher als Tatsachen gesehen? Trennen wir es mal der Übersichtlichkeit halber nach Geschlecht auf und fangen wir mit der Hündin an. Während unserer immer schon sehr ausführlichen Kastrationsberatung wurden Besitzer von Hündinnen seit jeher auf die folgenden Risiken hingewiesen: 
-Harninkontinenz (Harnträufeln), das um so wahrscheinlicher auftritt, je schwerer die Hündin wird.
-Fellveränderungen (Baby- oder Wollfell), sehr häufig auftretend bei langhaarigen Rassen.
-Fettleibigkeit, die vor allem dann entsteht, wenn die Fütterung nicht an den reduzierten Kalorienbedarf nach einer Kastration angepasst wird.
-Seit einigen Jahren weisen wir auch auf unsere persönliche Erfahrung hin, dass die unter Hunden weit verbreitete Schilddrüsen-Unterfunktion (Hypothyreose) so gut wie ausschließlich bei kastrierten Tieren festgestellt wird.

Das war's aber auch schon. Was haben wir als Vorteile erwähnt?
-Keine Läufigkeit mehr (keine Blutung, keine ungewollte Fortpflanzung)
-Je nach Zeitpunkt der Kastration so gut wie vollständige Verhinderung von Mammatumoren (Brustkrebs)
-Definitive Vermeidung von Eierstock-Tumoren und der Gebärmutter-Vereiterung (Pyometra)
-Stabilisierung der Psyche durch Vermeidung starker hormoneller Schwankungen im Rahmen der Läufigkeit, allerdings mit der Einschränkung, dass bei manchen Hündinnen nach der Kastration ein gewisser Testosteron-Überhang entsteht, was die Hündin insgesamt männlich-grimmiger machen kann.

Auch das Für und Wider der im angloamerikanischen Kulturraum so weit verbreiteten Frühkastration (vor der ersten Läufigkeit) wurde besprochen. Ich bilde mir ein, dass ich nie einen Hündinnen-Besitzer zu etwas gedrängt habe. Mir war immer wichtig, dass der Verantwortliche in möglichst umfassender Kenntnis der aktuellen Faktenlage eine Entscheidung trifft und dann deren Vor- und Nachteile akzeptiert.

Beim Rüden war die Kastration immer eine Kann-aber-muss-nicht-Geschichte. Die krankheitsverhütenden Auswirkungen waren recht überschaubar, die Nebenwirkungen auch.
Nachteile:
-Auch beim Rüden tritt gelegentlich Harninkontinenz auf, aber viel seltener als bei der Hündin.
-Das gleiche gilt für Fellveränderungen.
-Das Problem des verringerten Kalorienbedarfs besteht völlig analog zur Hündin, also werden Rüden, die nach der Kastration die gleiche Futtermenge wie zuvor bekommen, ebenso fettleibig.
-Ebenfalls wie bei der Hündin stellen wir Schilddrüsenunterfunktionen eigentlich nur bei kastrierten Tieren fest.
Bezüglich der Vorteile lag die Hauptbetonung immer auf einer vom Besitzer erhofften Modifikation des typischen Rüdenverhaltens (Markieren, sexuell motivierte Aggression, Streunen, etc.). Von einer krankheitsverhütenden Wirkung ging man aus bezüglich:
-Hodentumoren (logisch!)
-Prostatatumoren
-Gutartiger Prostatavergrößerung
-Perianaltumoren

Auch in dieser Frage haben wir keinen Besitzer zu irgendetwas gedrängt, sondern eine eigene, auf Fakten beruhende Entscheidung gefördert. Allerdings sind wir seit der Markteinführung des Suprelorin-Implantates, das einen Rüden für eine bestimmte Zeit hormonell und reversibel - sozusagen auf Probe - kastriert, auch in Bezug auf diese Operation sehr zurückhaltend geworden.

Insgesamt kann man sagen, dass wir bei beiden Geschlechtern bis vor einiger Zeit der Ansicht waren, dass die Vorteile die Nachteile eher überwiegen. Wir haben diesen Standpunkt nicht nur vertreten, sondern durchaus selbst befolgt. Unsere Ridgeback-Hündin Nandi, die vor vier Jahren gestorben ist, war kastriert. Laurin, der jetzt zehn Jahre alte Rüde unserer Tochter, ist ebenfalls kastriert. Unser jetziger Hund, der vier Jahre alte Terrier-Rüde Nogger, ist es dagegen nicht. Was hat sich geändert? Ich muss dazu etwas weiter ausholen, bitte halten Sie durch!

Ich behaupte, dass die Tiermedizin als Wissenschaft sich zu lange auf sehr alten Studien zu dieser Thematik ausgeruht hat. Viele der Daten, mit denen wir argumentiert haben, stammen aus den Siebziger-Jahren des vorigen Jahrhunderts. In letzter Zeit aber setzt sich in der medizinischen Wissenschaft ein neues Denken durch, die sogenannte Evidenzbasiertheit, was (vereinfacht) bedeutet, dass sich möglichst jede medizinische Vorgehensweise auf tatsächlich beweisbare Fakten stützen sollte. Dementsprechend wird momentan alles in Frage gestellt, was immer schon als Tatsache galt, aber nie so richtig bewiesen wurde. So wuchs auch der Drang der Forscher, das alte Thema der Kastration erneut aufzugreifen. Wie weiter oben schon erwähnt: Zuerst waren es einzelne und stark in Zweifel gezogene Studien, die zur Veröffentlichung kamen und noch keinen echten Anlass für einen Kurswechsel darstellten. Inzwischen verdichtet sich die Datenlage aber derart, dass man sie nicht mehr ignorieren kann.

Was ist jetzt das Problem, fragen Sie? Das Hauptproblem, mit einem Wort ausgedrückt, ist Krebs! Mit der Kastration wird einerseits das Auftreten bestimmter Tumore verhindert, andererseits aber steigt das Risiko für andere Krebsarten, und zwar wahrscheinlich so deutlich, dass das gesamte bisherige Kastrationskonzept in Frage gestellt wird. Einer der wichtigsten Grundsätze der Medizin lautet: Nihil nocere! Niemals schaden! Für mich sieht es inzwischen fast so aus, als ob man einen Hund nicht mehr ohne strengste Indikationsstellung kastrieren könnte, ohne diesen Grundsatz zu verletzen. 

Eine der umfassendsten und bezüglich der Fallzahlen beeindruckendsten Arbeiten zu dem Thema ist für mich "Evaluation of the risk and age of onset of cancer and behavioral disorders in gonadectomized Vizslas (Risiko und Erkrankungsbeginn von Krebs und Verhaltensstörungen bei kastrierten Vizslas)". In dieser im Februar diesen Jahres im angesehenen Journal of the American Veterinary Medical Association veröffentlichten Studie greift die Kollegin Christine Zink auf die Daten von 2505 (!) ungarischen Vorstehhunden (Magyar Vizsla) zurück. Es macht im Rahmen eines Blog-Artikels wie diesem keinen Sinn, detailliert auf Kollegin Zinks Ergebnisse einzugehen, aber alles in allem muss man feststellen, dass kastrierte Tiere beiderlei Geschlechts ein teilweise um ein Mehrfaches erhöhtes Risiko aufwiesen, an bestimmten Krebsarten (Mastzelltumore, Hämangiosarkom, Lymphosarkom) zu erkranken, und das auch noch zu einem deutlich früheren Zeitpunkt als intakte Artgenossen. Auch bestimmte Verhaltensstörungen, vor allem die Angst vor Gewittern, kamen bei kastrierten Tieren deutlich häufiger vor. Andere Studien belegen, dass das Risiko für die Entwicklung eines Osteosarkoms (Knochenkrebs) für kastrierte Hunde um das drei- bis vierfache erhöht ist. Selbst die Datenlage zur Verhinderung von Gesäugetumoren durch die Kastration steht unter Beschuss. Und bösartige Prostatatumoren beim Rüden treten bei Kastraten nicht seltener, sondern häufiger auf!
Insgesamt wird die erhöhte Anfälligkeit für Tumorerkrankungen aktuell mit einer durch den Wegfall der Geschlechtshormone zusammenhängenden Beeinträchtigung des Immunsystems in Zusammenhang gebracht. Dafür spricht auch, dass bei kastrierten Hunden offenbar sogar eine höhere Infektanfälligkeit nachzuweisen ist.

Besonders bedrückend ist für mich, dass eine Kastration fast sicher das Auftreten von Hämangiosarkomen, den berüchtigten Milztumoren, fördert. Ich bin auf diese Erkrankung in einem früheren Blogartikel schon einmal eingegangen. Mit dieser extrem bösartigen und gefährlichen Tumorart haben wir es bei älteren Hunden andauernd zu tun. Unsere Nandi wurde aufgrund metastasierter Milztumore eingeschläfert. Die Vorstellung, dass wir diese fiese Krankheit durch Kastration auch noch gefördert haben sollen, finde ich einfach schrecklich. Meine amerikanische Kollegin und Krebsspezialistin Alice Villalobos findet dafür einen sehr passenden Ausdruck: Earth shattering!

Damit leider nicht genug: Auch verschiedene orthopädische Probleme werden inzwischen mit der Kastration in Verbindung gebracht. Bezüglich Kreuzbandrissen scheint es bereits unumstritten festzustehen, dass diese Verletzung bei kastrierten Tieren deutlich häufiger vorkommt. Es gibt aber auch Hinweise, dass sogar Hüftgelenkarthrosen bei Kastraten früher und schlimmer auftreten. Letzteres scheint aber noch nicht wirklich sicher. Ziemlich klar dagegen ist der Zusammenhang zwischen der Kastration und der häufigsten endokrinologischen Störung des älteren Hundes, der Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). 

Nachdem, wie schon erwähnt, momentan alles in Frage gestellt wird, was bisher galt, könnte man noch einige Punkte mehr aufführen, aber das bringt uns an dieser Stelle nicht weiter. Wenn wir den Grundsatz, niemals schaden zu wollen, ernst nehmen, ist es hier und jetzt Zeit für einen Kurswechsel. Wir können beim Hund nicht mehr guten Gewissens einfach so im Vorbeigehen kastrieren! Selbstverständlich wird es nach wie vor Hunde geben, die nach sorgfältigster Abwägung der individuellen Umstände trotzdem kastriert werden. Da mögen bestimmte Haltungsbedingungen (Hündin und Rüde im gleichen Haushalt) vorliegen oder gute medizinische Gründe (Perianaltumore oder eine Perinealhernie beim Rüden, chronische oder akute Gebärmuttererkrankungen bei der Hündin), die einfach keine andere Wahl lassen. Von solchen klaren Indikationen aber abgesehen werden wir in Zukunft mit Kastrationen in unserer Praxis noch zurückhaltender sein als wir es in den letzten Jahren sowieso schon waren.

Ach ja, ein letzter Punkt vielleicht noch: In letzter Zeit scheint es sich zu häufen, dass Hundetrainerinnen und Hundetrainer es sich zutrauen, speziell bei Rüden eine Kastrationsindikation zu stellen, um Erziehung und Handling zu erleichtern. Die Besitzer treten dann an uns heran mit der Bitte, den Hund zu kastrieren, weil es die Trainerin oder der Trainer so angeraten habe. Davon kann unter Berücksichtigung der erläuterten Faktenlage natürlich gar keine Rede sein! Eine sich eventuell etwas schwieriger als erwartet gestaltende Erziehung stellt zumindest in unserer Praxis keine ausreichende Begründung für diesen Eingriff dar.

Ich könnte ich mir gut vorstellen, dass Besitzer von Hunden, die irgendwann in unserer Praxis kastriert wurden, jetzt darüber unglücklich oder gar auf uns sauer sind. Das ist einerseits auf der emotionalen Ebene ein Stück weit nachvollziehbar, andererseits kann ich den Vorwurf nur an die in der Forschung arbeitenden Stellen weitergeben. Ich bin als Praktiker von der Forschung und ihren Erkenntnissen abhängig und beileibe nicht glücklich, dass man sich bezüglich dieses Themas gute dreißig Jahre auf alten Lorbeeren ausgeruht hat. Davon abgesehen: Bitte keine Panik, dazu gibt es absolut keinen Anlass. Wenn wir beispielsweise bei einer bestimmten Tumorart von einer Verdreifachung des Risikos sprechen, klingt das im ersten Moment wirklich übel. Wenn man sich aber klar macht, dass diese Tumorart an sich nur eine Wahrscheinlichkeit von 1,5 Prozent hat, dann bedeuten die aus einer Verdreifachung des Risikos resultierenden 4,5 Prozent immer noch, dass ein ganz bestimmter Hund diesen Tumor zu 95,5 Prozent NICHT bekommen wird.

Viele, nicht zuletzt Kolleginnen und Kollegen, werden einwenden, dass ein solcher Kurswechsel langfristig auch wieder bestimmte Konsequenzen haben wird. Stimmt! Wir werden bei intakten Hündinnen eventuell wieder öfter Gesäugetumoren und ganz sicher wieder mehr Gebärmutter-Vereiterungen (Pyometren) sehen. Aber auch das ist eben eine Sache der Risikoabwägung. Ein gut aufgeklärter Besitzer wird sowohl ein Gebärmutter-Problem als auch einen Gesäugetumor frühzeitig erkennen und entsprechend beim Tierarzt vorstellen. Die Chancen einer frühen und erfolgreichen chirurgischen Intervention sind dann ganz entschieden besser als bei einem Hämangiosarkom der Milz oder gar einem Lympho- oder Osteosarkom.

Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass ich mit dieser für meine Praxis geltenden Positionsfestlegung in das sprichwörtliche Wespennest steche, und zwar gleichermaßen bei Hundebesitzern und bei Tierärzten. Sicherlich wird es viele Praxen geben, die bereits einen vergleichbaren Standpunkt eingenommen haben, dies aber nicht per Blog-Artikel öffentlich machen. Andere Kolleginnen und Kollegen werden meine Einlassungen als viel zu vorschnell verurteilen und nach immer noch beweiskräftigeren Studien rufen. Mir geht es um zwei Punkte: In erster Linie möchte ich mit diesem Artikel meine Kunden darüber informieren, dass sich etwas Grundlegendes geändert hat. Darüber hinaus würde ich ungern erleben, dass wir, wie damals bei der Verlängerung der Impfintervalle, eine neue Entwicklung komplett verpennen, um dann 5 bis 10 Jahre hinter den Amerikanern her zu hinken.

Sobald sich der Staub etwas gelegt hat (was noch einige Zeit dauern kann), werden wir für unsere Kunden ein Aufklärungsformular verfassen, in dem alle bis zu diesem Zeitpunkt als gesichert geltenden Fakten aufgeführt sind.

Bleiben Sie uns gewogen, bis bald, Ihr
Ralph Rückert


© Kleintierpraxis Ralph Rückert, Bei den Quellen 16, 89077 Ulm / Söflingen

Giftige Lebensmittel für unsere Hunde

Die Blicke bei Tisch von unserem geliebten Hund lassen uns manchmal vergessen, dass nicht alle Lebensmittel für ihn geeignet sind. Für uns schmackhaft und lecker, für den Vierbeiner evtl. tödlich.
Alle nachfolgenden Lebensmittel können bei größeren Mengen, je nach Rasse und Körpergewicht des Hundes, tödlich wirken. Gehen Sie auf Nummer sicher und verzichten Sie bei Ihrem Hund ganz auf diese Nahrungsmittel.

Alkohol
Der Hund kann Alkohol nur langsam und unvollständig abbauen.
Giftstoff: Ethanol
Symptome: starkes Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Taumeln, Krampfanfälle, Fieber.

Avocado
Das Fruchtfleisch wie auch der Kern der  Avocado ist giftig. Persin wirkt sich irreparabel schädigend auf die Herzmuskulatur aus.
Giftstoff: Persin
Symptome: Durchfall, Erbrechen, Husten, Atemnot, Herzrasen, Ödeme, Bauchwassersucht.

Bohnen
Rohe Bohnen enthalten das Toxin Phasin, was im Dünndarm die Proteinbiosynthese hemmt. Bohnen sind für Mensch und Hund nur gekocht genießbar.
Giftstoff: Phasin
Symptome: Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfe, Kolik, Fieber, Kollaps, verminderte Urinausscheidung, Leberschwellung, Milzschwellung, evtl. Gelbsucht.

Rohe Kartoffeln / Aubergine / Tomate
Kartoffeln, Auberginen und Tomaten sind Nachtschattengewächse. Diese enthalten den Giftstoff Solanin. Rohe Auberginen und Kartoffeln dürfen grundsätzlich nicht an Hunde verfüttert werden. Der Solaningehalt in der Schale von z.B. Grill- oder Pellkartoffeln ist sehr hoch. Kartoffeln nur geschält verfüttern. Rohe Tomaten dürfen nur überreif an Hunde verfüttert werden. In den grünen Stellen der Tomate ist das Solanin zu finden.
Giftstoff: Solanin
Symptome: Erbrechen, Durchfall.

Knoblauch / Bärlauch
Knoblauch enthält z.B. N-Propyldisulfid, das zu lebensbedrohlichen Blutbildveränderungen beim Hund führt. Kleine regelmäßige Gaben von Knoblauch führen zu Blutarmut.
Giftstoff: Allicin
Symptome: Erbrechen, Durchfall, Atemfrequenz und Herzschlag beschleunigt, Blutbildveränderung, Blutarmut, Gelbsucht, Blut im Urin.

Macadamia-Nüsse
Für den Hund sind auch die essbaren Sorten giftig. Die nicht essbaren Sorten enthalten cyanogene Glykoside, die durch langes Auslaugen entfernt werden können.
Giftstoff: Die Ursache ist noch nicht bekannt.
Symptome: Schwäche, Erbrechen, Fieber, Gangstörungen, Lahmheit.

Schokolade / Kakao
Schon in kleinen Mengen führt Schokolade zu Vergiftungserscheinungen. Das giftige Theobromin ist auch in schwarzem Tee und Kaffee enthalten. Der Gehalt an Theobromin in Schokolade ist unterschiedlich. Generell gilt, je dunkler die Schokolade (mehr Kakaoanteil) umso höher der Theobromin Anteil.
Die lebensbedrohliche Dosis für Hunde beträgt je 90 bis 300 mg/kg.
100 g Vollmilchschokoladen enthalten ca. 250 mg
100 g Zartbitterschokoladen enthalten ca. 1600 mg
Giftstoff: Theobromin
Symptome: Erebrechen, Durchfall, Pulsbeschleunigung, Hyperaktiv, Fieber, Zittern, Krämpfe, Herzrhythmusstörungen, Atembeschwerden, Bewusstseinsstörungen, Lähmungen.

Schweinefleisch
Bei Schweinefleisch besteht die Gefahr einer Infektion mit dem Aujetzki-Virus  (ein Herpesvirus). Schweinefleisch nie roh verfüttern!!!
Giftstoff: Aujetzki-Virus
Symptome: Erst nach 2 bis 9 Tagen treten erste Symptome auf. Appetitlosigkeit, Erbrechen, Speicheln, Schluckbeschwerden, Unruhe, unsicherer Gang, Koordinationsschwierigkeiten, Fieber, Juckreiz, Lähmungen der Kopfmuskulatur, Wesensveränderung, Tobsuchtsanfälle, heftige Atmung, Bewusstlosigkeit. Diese Erkrankung ist nicht heilbar!

Steinobst
Die Kerne von z.B. Aprikosen, Pflaumen, Kirschen und Pfirsichen enthalten verschiedene Toxine. Durch die Abspaltung von Blausäure im Organismus verursachen die Toxine eine Blockierung der Zellteilung.
Giftstoff: Cyanverbindungen (Blausäure und Cyanide)
Symptome: Erbrechen, Speicheln, Atembeschwerden, Fieber, erhöhte Herzfrequenz,  Herzschmerzen.

Süßstoff
Durch Süßstoff (Xylit) kommt es zu einem drastischen Absinken des Blutzuckerspiegels, da Xylit eine erhöhte Ausschüttung des körpereigenen Insulins im Blut hervor ruft.
Giftstoff: Xylit
Symptome: Schwäche, Koordinationsprobleme, Krämpfe, evtl. Leberschäden.

Walnüsse
Vorsicht ist bei Walnuss- und Schwarznussbäumen geboten! Die Fruchtschale der Bäume ist oft von einem toxinbildenen Pilz befallen. Der im Pilz enthaltene Wirkstoff  Roquefortin C  führt beim Hund durch seine stark neurotoxische Wirkung (Nervengift) zum Tod. 
Giftstoff: Pilzbefall (Wirkstoff Roquefortin C)
Symptome: Erbrechen, Zittern, Krämpfe, Versteifung der Gliedmassen,  epileptische Anfälle.

Weintrauben / Rosinen
Durch dramatische Erhöhung des Kalziumgehaltes im Blut kommt es zu dramatisch erhöhten Nierenwerten.
Giftstoff: Die Ursache ist noch nicht bekannt.
Symptome: Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfe, Appetitlosigkeit, Lethargie, verringerter Urinabsatz, Nierenversagen
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Zwiebel
Zwiebel führt beim Hund, egal ob roh, gekocht oder getrocknet, zu starken Vergiftungen. Die Schwefelverbindungen (Disulfide) in der Zwiebel zerstören die roten Blutkörperchen des Hundes. Die Disulfide verhindern den Transport des Sauerstoffs im Blut.
Giftstoff: N-Propyldisulfid
Symptome: Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Blut im Urin, erhöhte Atemfrequenz und Herzschlag, Blutbildveränderung, Blutarmut, Gelbsucht.

Wichtig:
Nur die augenfälligsten Symptome die auftreten können sind aufgelistet.
Bei verdacht auf Vergiftung, bitte umgehend den Tierarzt aufsuchen.

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Hier finden Sie noch weitere Berichte und eine Liste der Giftnotzentralen der einzelnen Bundesländer

Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben übernehme ich keine Gewähr.

Viele, die ihr ganzes Leben auf die Liebe verwenden, können uns weniger über sie sagen, als ein Kind, das gestern seinen Hund verloren hat.(Thoronton Wilder)